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Glauben Sie nicht alles, was Sie in den Medien hören oder lesen. Ziehen Sie verschiedene Quellen zu Rate und hören vor allem auf Ihren Körper. Wir tun es mehrmals täglich, in Ruhe, mit Genuss oder schnell mal zwischendurch: essen. Viele Diäten sind Modediäten. Die tägliche Ernährung ist es, auf die man sich konzentrieren muss. Ernährung ist etwas sehr Persönliches.
Ist es gesund, die Kalorienzufuhr zu reduzieren?
Kalorie ist Kalorie, egal wie und wann sie zu sich genommen wird, ob 5 x am Tag oder 1 x abends, ob viel Fett oder nur Gemüse. Jeder hat seine individuelle und mitunter auch sinnvolle Strategie zur Nahrungsaufnahme über Jahrzehnte entwickelt und der Körper ist darauf angepasst. Morgenmuffel sollen nicht zum Frühstück gezwungen werden und Menschen die mit den Hühner schlafen gehen stehen nicht auf ein 6 gängiges Candlelight Dinner mit Weinbegleitung, eine Digestiv und ein paar Cocktails. Hören Sie auf Ihren Körper. Der sagt Ihnen, was und wie er es am liebsten hat.
Soll die tägliche Ernährung einen hohen Vollkorn-, Gemüse- und Obstanteil haben?
Das Verhältnis von Eiweiß, Fett und Kohlenhydraten ist unerheblich. Es führen viele Wege zur richtigen Ernährung. Was dem Einen gut tut, erzeugt beim Anderen Unwohlsein. Weder Ballaststoffe noch Obst oder Fleisch sind Basics. Ihr Gehirn, so es nicht bereits von diversen Süchten beeinflusst ist, weiß, was Ihnen gut tut.
Soll die tägliche Ernährung einen hohen Vollkorn-, Gemüse- und Obstanteil haben?
Wer es verträgt, kann nicht genug davon kriegen. Andere bekommen Blähungen und leiden unter Durchfall. Vitamine und Mineralstoffe finden sich in allen natürlichen Lebensmitteln, auch in Fisch und Fleisch, ja sogar in der Wurst. Hören Sie in sich hinein und finden dort die Antwort - ich weiß, ich wiedehole mich, aber es ist so einfach.
Sollen tierische Fette vermieden werden?
Tierische Fette kommen natürlich vor. Wie sonst können unsere Vorfahren zu Ihrem Fettanteil gekommen sein? Sicher nicht, indem Sie 1 kg Maiskeime oder 500 g Sonnenblumenkerne täglich zu sich nahmen. Pflanzliche Fette, in Form von Nüssen ab und zu. In geringen Mengen kommen Fette auch in Pflanzen vor, der Hauptanteil war aber sicher tierischen Ursprungs. Vergessen wir nicht: der Mensch ist erst seit ca. 20.000 Jahren sesshaft und erst seit dieser Zeit gibt es Getreide, Brot, Reis. Kartoffeln kamen erst vor ca. 500 Jahren, Reis gar erst im 19. Jahrhundert nach Europa.?
Sind pflanzliche Fette gesünder?
Sie sind auf jeden Fall leicht in großer Menge herzustellen und zu lagern. Und sie sind zum Teil sehr preiswert - es besteht also enormes Interesse, pflanzliche Fette zu vermarkten, weniger wegen der gesundheitlichen Vorteile.
Wie hoch soll die Fettzufuhr liegen?
Nicht zu wenig aber auch nicht zu viel. Fette sind lebensnotwendig. Folgeschäden sind zu viel als auch bei zu wenig Fett meist irreparabel. Aufgrund der Energiedichte (siehe Tabelle) ist Vorsicht geboten. Eine natürliche Ernährung hat den entsprechen Anteil an Fett - gefährlich sind die versteckten Fette - da versagt in der Regel Ihr Instinkt.
1g Kohlenhydrate = 4 Kcal
1g Eiweiße = 4 Kcal
1g Fette = 9 Kcal
1g Alkohol = 7 Kcal
Sind einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren den gesättigten Fettsäuren vorzuziehen?
Auch hier kommt es auf die richtig Mischung an, und die ist bei einer abwechslungsreichen Ernährung garantiert richtig. Nur bei einseitiger Nahrungsaufnahme gibt es Probleme, aber nicht nur mit den Fettanteilen, sondern mit dem gesamten Spektrum der lebensnotwendigen Nahrungsinhaltsstoffe.
Soll ein- bis zweimal pro Woche Fisch auf den Teller?
Wie es beliebt. Lebt man in Regionen, wo es traditional Fisch gab, dann ist er eine willkommene und gesunde Abwechslung. Bei einer bewussten Ernährung von vornherein braucht man keinen Fisch. Die gesundheitsfördernde Wirkung trifft auch nur auf Seefisch zu. Zur Deckung des Bedarfes an ungesättigten Fettsäuren muss aber keinesfalls Fisch gegessen werden. Sie sind auch in ausreichendem Maße in pflanzlichen Lebensmitteln, vor allem in Speiseölen, vorhanden.
Soll man weißes dem roten Fleisch vorziehen?
Dem einen schmeckt das eine dem anderen das andere besser. Untersuchungen zeigen, dass es in beiden Sektoren mitunter zu hohen Schadstoffbelastungen kommen kann. Entscheiden Sie nach Lust und Laune.
Leben Vegetarier gesünder?
Statistisch gesehen nein. Entwicklungsgeschichtlich hat sich der Mensch erst durch Fleischgenuss zum dem entwickelt, was wir heute sind. Es gab immer schon Menschen, die aus ethnischen, religiösen oder wirtschaftlichen Gründen kein Fleisch gegessen haben.
Besser Butter statt Margarine?
Butter kann durch nichts ersetzt werden - das ist kein Werbespruch sondern Tatsache. Die Geburtsstunde der Margarine lag im Jahre 1869; dem Ruf nach "billiger" und "besser haltbar" wurde Rechnung getragen. Die heutigen Produkte haben mit dem damaligen außer dem Namen, den Kosten und der Haltbarkeit nicht mehr viel gemein. Tun Sie Ihrem Körper etwas Gutes: entweder Butter oder nichts, auf keinen Fall Margarine.
low-fat oder low-carb?
Der Kreis schließt sich. Ob wenig Fett in der Nahrung - zu wenig oder zu viel kann zu irreversiblen gesundheitlichen Schäden führen. Ob Sie es glauben oder nicht: auf Kohlenhydrate kann der Körper verzichten. Glucose, der für die Energieversorgung des Körpers maßgeblichsten Baustein, kann auch aus Eiweiß und Fetten umgebaut werden. Aber auch hier gilt. Jeder Mensch ist einzigartig und individuell in seiner Ernährung.
Haben Sie Fragen?
gerne beantworte ich Ihnen diese.
Schreiben Sie mir doch unter manfred@liebl.at.